Mein Weg

Ich habe eine Idee und beginne mit dem Bleistift auf Papier zu schreiben… Ich schreibe mich ein. Mit der Zeit fliesst es… ganz leicht kommen die Worte. Die Geschichte nimmt ihren Lauf… Ich bin ganz in der Geschichte… Es schreibt… Ich bin glücklich… Spüre, dass da etwas geschieht… dem ich mich ganz hingebe… Wie von selbst fügt sich ein Schluss…
Später lese ich die Geschichte und bin überrascht, wie stimmig sie sich anfühlt… Manchmal denke ich: Da wäre ich nie draufgekommen… Sie ist so rund… so ganz… So, wie man sich das Leben wünscht. Ganz authentisch und ganz echt.
Ich empfinde immer grosse Dankbarkeit für das, was ich erlebe und da ist auch der Wusch, dass die, die das lesen auch diese Freude spüren…
Schauen Sie einfach selber, wie es Ihnen ergeht…
Der Schluss einer Geschichte ist vielfach offen und so fragen mich die Leute an einer Lesung: Wissen Sie denn keinen Schluss? Ich hätte so gern einen Schluss, an dem alle zufrieden und glücklich sind!
Da muss ich lachen, denn ich wüsste ganz viele Schlüsse… Bei einem offenen Schluss können Sie mit Ihrer Fantasie weiterfahren und so ihren eigenen Schluss machen. Dann ist es nämlich ihre Geschichte!
Wie an der Schreibwerkstatt, zu der Interessierte kamen und sagten: Ich würde so gern schreiben, aber ich kann es nicht! Dann antworte ich meistens: Jetzt setzen Sie sich erstmal und dann schaun wir mal!
Und was glauben Sie, was ich da schon alles erlebt habe!
Am Schluss lesen die Leute das, was sie geschrieben haben vor und sagen dann: Ich kann nicht glauben, dass das von mir ist!
Ja, das steckt alles in Ihnen drin, antworte ich dann… und alle müssen lachen.
Oft im Literaturklub in Gossau über 25 Jahre erlebt!
So sind auch die 365 Geschichten in 20 Jahre entstanden. Immer wieder mal eine Geschichte…
Vor zwei Jahren habe ich sie mir dann mal angeschaut und festgestellt, dass das ja für jeden Tag im Jahr eine Geschichte ist… Und so habe ich sie überarbeitet und im Textatelier am Murtensee korrigieren und lektorieren lassen und sie schliesslich im Sound – Garden bei Walter Gysel in Zuzwil eingelesen.
Ein Jahr war ich damit beschäftigt, Babo auf dem Weg in eine Form zu bringen. Lassen Sie sich überraschen und lesen und hören Sie sie auf www.babo365.ch. Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei!
Und nun schliesst sich der Kreis… mein Lebensweg… und ich denke:
Vielleicht will Babo ja auch deshalb ans Meer, weil die Geschichten dann fliessen… einfach so aufs Papier… eine um die andere…