Monatsgeschichte

Einmal im Monat möchte ich mit Ihnen die neuste Babo-Geschichte teilen.

Babo so oder so

Einmal erwachte Babo mitten in der Nacht.
Und da waren sie wieder da… die Gedanken…
Erreiche ich überhaupt das Meer? Und wenn es dann da furchtbar ist? Ich male mir das jetzt in den schönsten Farben aus… Und am Ende ist alles ganz anders…
Bin ich dann enttäuscht?
Hat sich dann alles nicht gelohnt?
Sie merkte, wie sich die Gedanken stauten… verklumpten…
Mein Gott… lass mich doch in Ruhe!
Kann man diese Plagegeister nicht einmal für einen Moment ablegen? Auf die Seite legen? So, wie Kleider, die zu schwer werden.
Wie im Frühling, wenn es warm wird und die dicken Winterkleider zwicken und zwacken …
Dann war es Zeit, sie abzulegen.
Schön zusammenlegen und in den Schrank ganz nach hinten verbannen… so lange bis es wieder kalt wurde.
Nun war die beschwingte Zeit angebrochen. Nicht nur die Kleider wurden leicht. Auch der Gang wurde unbeschwert. Ein luftiges Schreiten… fast ein Hüpfen…
Da hüpf ich in den Frühling! Ein laues Lüftchen umweht mich…
Und so sollte es auch mit den Gedanken sein.
Sie dürfen ja da sein… aber ganz zart… ein Hauch…
Gedanken spinnen… fantasieren… Ja… das kann sein… und das kann sein…
Sie erdrücken mich nicht… sie nehmen mich nicht gefangen. Sie sagen nicht: Nur so geht es! Verstehst du?
Babo überlegte.
Es ist so, als ob dazwischen keine Luft ist.
Bei so oder so ist Luft… Raum…
Es kann wirklich so oder so geschehen. Es darf alles sein!
Bitte, liebe Gedanken lasst Luft zwischen euch!
Es kann sein, dass ich dann enttäuscht bin… Aber es kann alles auch ganz anders sein.
Ich muss euch nicht ablegen… wegräumen…
Ich muss Luft zwischen euch lassen… für dieses: so oder so!
Babo nickte.
Sie holte tief Luft.

Barbara Saladin

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