Monatsgeschichte

Einmal im Monat möchte ich mit Ihnen die neuste Babo-Geschichte teilen.

Babo horcht

Einmal legte Babo ihr Ohr auf die Erde.
Atmest du?
Sie horchte hinein.
Da war ein Stöhnen.
Jetzt dehnt sie sich aus… streckt sich…
Es vibrierte.
Lachst du?
Du denkst sicher, die dummen Menschen laufen über mich, graben mich um und wissen alles…
Dabei wisst ihr gar nichts! Denn ihr befasst euch nicht mit uns. Ihr meint, eure Sicht ist die einzig Richtige.
Legt euer Ohr an unsere Haut… hört hinein…
Da ist unser Atem. Das, was ihr Atem nennt.
Auch wir leben.
Wir zittern, wir beben, atmen ganz tief…
Manchmal gibt es Risse… dann haben wir uns überdehnt…
Bei euch ist es eine Wunde, die ihr zunäht.
Und dann werfen die Menschen Steine in die Spalten. Aber das macht es nicht besser. Das ist, wie wenn ihr Fleisch in die Wunde presst.
Ja, wir lachen auch…schmunzeln… Das nennt ihr dann Beben. Habt Angst davor. Dürfen wir auch mal lachen?
Sobald wir ächzen und uns strecken, kommt bei euch Panik auf.
Da frag ich mal:
Was war zuerst? Die Erde oder die Menschen?
Wir haben uns schon bewegt und Platten übereinander geschoben, da wart ihr noch gar nicht da!
Also sind wir zuerst geboren!
Viel, viel später kamt ihr und nun erklärt ihr uns die Welt!
Lustig nicht?
Man muss uns nicht erklären, wie wir sind. Wir sind einfach!
Ja, ich hör euch schon!
So einfach ist das nicht! Man muss sie beobachten… im Auge behalten.
Dann tut das mal! Aber horcht auch mal hie und da in uns hinein und klebt uns nicht ein Etikett auf.
Wie: Die Erde ist so und so.
Das sagt ihr! Dabei… Wir sind wie wir sind. Das ist nicht einfach.
Das ist.

Barbara Saladin

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Und Sie hören die Geschichte: Babo und der Hut.

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