Monatsgeschichte

Einmal im Monat möchte ich mit Ihnen die neuste Babo-Geschichte teilen.

Babo geht in sich

Einmal war es einige Tage bitterkalt gewesen.
Der Frost brachte alles zum Erstarren…
Babo fror so sehr, dass sie Angst hatte, einzufrieren…
Die Kälte war nicht nur da draussen, nein, sie kroch ganz langsam in sie hinein…
Sie schüttelte sich, schlug um sich und stampfte kräftig durch den Schnee…
Doch auch das nützte nichts.
Das Eis war nun in ihr und kroch in jede Zelle.
So gönnte sie sich in einem Gasthof ein warmes Bett und vorher ein heisses Bad.
Als sie endlich ganz mollig unter der Decke lag und die Wärme genoss… da überlegte sie, warum kein Kraut gegen diese Eiseskälte gewachsen war.
Sie konnte so viele Schichten übereinander anziehen wie die Eskimos… doch irgendwo war da immer eine Stelle, durch die die Eisfrau hineinschlüpfen konnte…
Und dann gab es kein Entrinnen!
Man sollte ein Feuerchen in sich brennen haben… So etwas wie ein Lagerfeuer!
Sie erinnerte sich, dass ihr einmal ein Mann gesagt hatte:
Was Sie sind immer noch auf der Suche?
Dann sollten Sie aber schleunigst mal in sich gehen!
Sie fand den Rat mehr als blöde. Denn alle Welt sprach damals von diesem In – sich – gehen…
Wie machte man das überhaupt? Ging man da auf einem schönen Weg in sich hinein?
Babo überlegte.
Sie dachte wieder an das innere Feuerchen, das immer brennen und glühen würde…
Sie seufzte.
Es sollte mir ja wirklich gelingen, einen kleinen Funken in mir anzuzünden…
Sie stellte sich vor, wie das wäre…
Zuerst das Fünkchen… dann ein Flämmchen und schliesslich eine mächtige Flamme… später die Glut… ein zartes Glimmen…
Sie hatte unendlich viel Zeit… Die Glut konnte sich ganz allmählich in ihr ausbreiten…
Darüber wurde sie so müde, dass sie wohlig erwärmt einschlief…

Barbara Saladin

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Und Sie hören die Geschichte: Babo und der Hut.

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